Samstag, 23. März 2019

Ausflug nach Patan

Gestern abend sind wir noch ein wenig versumpft: erst waren wir von unseren lokalen Agency zum Essen eingeladen. Es gab indisch-nepalesische Küche, dazu 2 große Bier (je 0,66 Liter) und zum Abschluß noch 2 Schnaps. Ich weiß nicht genau wie er heißt, Rashki oder so ähnlich, schmeckt auch wie Raki. So waren wir auf dem Heimweg schon leich angeheitert, als wir ein paar Riksha-Fahrer getroffen hatten. Nach längerem Gespräch sind wir dann zu zwölft (!!!) in 3 Rikshas in Richtung zum Hotel, meist lief aber einer von uns nebenher oder schob an. Direkt neben dem Hotel hatte noch eine Bar auf, da sind wir dann rein und haben die Fahrer gleich mit eingeladen. Nach einem weiteren Bier gab es ein Riksha-Wettrennen ums Karreé, mit einigen von uns als Fahrern und den Besitzern als "Kunde". Ich bin danach dann ins Bett, weil ich die Nacht vorher im Flieger nicht geschlafen hatte, einige sind noch sitzen geblieben und haben weitergetrunken :-)

Um 8 Uhr gab es Frühstück, wie ein klassischen "Continental Frühstück" bei uns: Eier, Müsli oder Cornflakes, Butter und Marmelade, Früchte. Dazu Kaffee oder Tee. Vorher noch eine schöne heiße Dusche, so startete der Morgen angenehm...

Heute ist die Hälfte der Gruppe (ich auch, die andere fahren nach dem Trekking dorthin) nach Patan gefahren, eine der 3 alten Königsstädte hier (und inzwischen eher ein Stadtteil von Kathmandu als eine eigenständige Ortschaft). Die Stadt besitzt viele historische Bauten und ist vom großen Erdbeben weitgehend verschont geblieben, auch wenn es natürlich auch dort Schäden am Weltkulturerbe gab.

Die Fahrt dorthin war bereits ein Erlebnis: kleine Sträßchen, entweder sehr schlecht geteert mit riesigen Schlaglöchern, oder gleich ganz ohne Teer. Dazu jede Menge Verkehr, meist kleine Taxibusse oder Zweiräder. Ein absolutes Chaos, aber irgendwie kommen alle ohne Schäden durch. Auch gestern abend, als wir als Fußgänger zum Essen in die Altstadt liefen: wer wartet bis Platz ist, steht im nächsten Tag noch dort! Einfach langsam weitergehen und nicht groß nachdenken! Mitten auf der Hauptstraße standen gelegentlich Kühe (sind hier heilig, da weitgehend hinduistische Bevölkerung), und einmal sah ich einen Affen in den Stromleitungen herumturnen.

In Patan selbst sind wir erst durch die Altstadt, dann zum goldenen Tempel (buddhistisch) und zum Abschluß zum alten Königspalast mit angrenzendem Hindutempel (die Religionen koexistieren hier ganz friedlich). An vielen Stellen sah man noch Farbreste vom Holi-Fest, das vor 3 Tagen stattfand, natürlich auch auf den Statuen der Tempel (ist ja ein hinduistisches Fest).

Gegen 14 Uhr waren wir wieder zurück im Hotel und haben nun Freizeit. Jürgen ist mit einigen zum Outdoorladen, um vorbestellte Daunenjacken und -schlafsäcke abzuholen, ich selbst hatte meine Sachen ja bereits gestern abend geholt (der Laden ist klein und wenn 5 Leute drinstehen kann sich keiner mehr bewegen, daher geht er immer in Kleingruppen dorthin). Abends gehen wir alle noch mal gemeinsam essen, ins gleich Restaurant wie gestern, ab morgen sind wir dann ja in 2 autarke Gruppen aufgeteilt...


Verkabelung auf nepalesisch - viel Spaß bei der Störungssuche

Überall sind noch Farb- und Blumenreste vom Holifest zu sehen










Das vordere Teil ist Shiva gewidmet und es schaut nicht nur so aus, es soll wirklich phallisch sein



Die steinernen Tempelwächter sind allesamt Rüden :-)



Lach doch mal!



Im goldenen Tempel von Patan



Durch diese hohle Gasse muss er kommen... (der Touri oder der buddhistische Mönch)



Die arme Schildkröte muss mythologisch das ganze Gewicht tragen...



Die "Locals" haben sich zum Wochenende auch schick herausgeputzt





Einer der Innenhöfe des Hindutempels am/im Königspalast



Hier braucht man kein Roundup, die Fugen bekommt man hier mit viel Zeit auch so grasfrei



Wasserbecken in einem anderen Innenhof des gleichen Tempels



Einige Pagoden auf dem Platz vor dem Palast wurden beim Erdbeben zerstört und werden gerade wieder aufgebaut



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen