Heute morgen war um 8 Uhr Abfahrt ins Langtang-Gebiet. Es sind eigentlich nur 140 km, aber wir hatten 8 Stunden dafür eingeplant (und auch eingehalten).
Zuerst ging es gefühlte Ewigkeiten durch die Ausläufer von Kathmandu, mit chaotischem Verkehr. Die Luft war so staubig und dunstig, dass man verstehen konnte warum sehr viele Einwohner mit Schutzmaske vor Mund und Nase herumlaufen. Von der Optik her erinnerte es mich sehr an die Vorstädte von südamerikanischen Großstädten wie La Paz/El Alto in Bolivien, nur die Schriftzüge in Sanskrit passten nicht ins Bild.
Nach längere Strecke durch die Berge stießen wir auf die Strasse in Richtung Tibet. Die wird gerade ausgebaut, so dass wir stundenlang auf staubigen Schotterpisten gefahren sind. Selbst viele europäische SUV wären hier wohl mit ihrer Bodenfreiheit am Ende gewesen, der Bus ist immer im Standgas durchgezuckelt. Die Bremsen quietschten erbärmlich, die Blattfedern wurden voll ausgenutzt, aber irgendwann waren wir dann am Ziel. Die Strecke selbst war eine Serpentinenroute mit Höhen zwischen 600 und 2000 m, mitten auf der Strecke immer wieder Polizeiposten. Kurz vor dem Tagesziel, am Eingang zum Nationalpark, wurden wir noch einmal ordentlich gefilzt, jeder mußte sein komplettes Handgepäck vor dem Soldaten auspacken. Wenn ich es richtig verstanden habe, suchten sie vor allem nach Videokameras und Drohnen, mit denen sie offenbar viel Ärger im Park haben.
Pünktlich zum Sonnenuntergang trafen wir im Guesthouse ein, haben gemeinsam in unserer Gruppe dort gegessen und danac noch durch den Ort geschlendert (ist aber nicht viel los, ohne Beleuchtung und ohne Sehenswürdigkeiten). Von daher sind wir wieder zurück ins Hotel und spielten noch ein paar Runden Uno...
In den Bergen nördlich von Kathmandu
Nicht immer haben Hunde Glück im Strassenverkehr, den Ärmsten hätte ich am liebsten gleich mit eingepackt und zum Tierarzt gebracht
Unsere Unterkunft in Syabru Besi
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