Heute gab es noch mal Kultur, mit Besuch der großen Tempelanlage von Swayambhunath. Diese liegt westlich unseres Hotels am Stadtrand und ist zu Fuß in circa 30 Minuten zu erreichen.
Jürgen machte unseren Guide. Zunächst ging es über einen Fluß, der eher eine große Müllhalde darstellt als ein fließendes Gewässer. Vorbei an einem Tempel und einigen kleinen Werkstätten (unter anderem eine für Klangschalen, dort konnten wir uns ein wenig umsehen) erreichten wir den Fuß des Hügels, auf dem sich die ganzen Anlagen befinden.
Nun ging es 365 Stufen bergauf, vorbei an unzähligen aufdringlichen Ramsch-Händlern und bettelnden Kindern. Oben angekommen bietet sich ein tolles Panorama über Kathmandu, und theoretisch kann man sogar bis zu den Langtang-Bergen schauen. Aber nicht heute, es war ziemlich diesig, dazu müßte man im Spätherbst (Oktober/November) dort sein.
Auf dem ganzen Berg tummeln sich, neben den obligatorischen dösenden Hunden, jede Menge kleiner Affen, die sehr diebisch sein können.
Neben dem Huptgebäude, einem buddhistischen Tempel, stehen 2 turmförmige Gebäude, die eher hinduistisch sind (hier in Nepal gibt es fließende Übergänge zwischen den beiden Religionen). Daneben gibt es auf dem Gipfelplateau viele weitere kleine Tempel und Stupas. Als wir oben waren, wurde auch gerade die Dekoration des zentralen Tempels erneuert, die bogenförmigen gelben Linien auf der weißen Kuppel. Dazu kletterte ein Mann am Seil hinauf und verteilte dann einfach mit gezieltem Schwenk die gelbe Farbe aus einem Becher, die Schwerkraft erledigte den Rest.
Nach dem Photo-Aufenthalt oben ging es auf der Rückseite des Hügels ein wenig bergab zu einem mittleren Plateau (dort ist auch der "Hinterausgang" der Anlage. Hier gab es auch einige religiöse Stätten, vor allem aber Wasser (Teich und künstlicher Bachlauf mit Kaskaden) und irrsinnig viele Gebetsfahnen. Der Bachlauf war auch ein bevorzugter Aufenthalts- und Schlafplatz der Affen.
Ganz hinten auf dieser Ebene kam noch einmal ein großer Tempel mit Gebetsmühlen. Jürgen bat mich, für ein Photo einige von ihnen zu drehen. Das hat dann gleich eine Frau ausgenutzt, die mich am Ende der Gebetsmühlen abfing, zu einem Schrein führte und mich segnete (erst rote Farbe vom Boden des Schreins auf den Kehlkopf, dann rote Farbe mit Reiskörnern vermischt auf die Stirn und dann noch einen dicken ockerfarbenen Punkt darunter. Natürlich wollte sie dafür Geld haben, ich habe ihr dann die 3 US-Dollar gegeben, die ich noch als Wechselgeld von der Visums-Bezahlung übrig hatte.
Von hier aus führte Jürgen uns auf der Rückseite des Hügels bis zu dessen Fuß, in eine Ecke in die sich kaum noch Touristen verirren. Hier gab es 3 riesige goldfarbene Buddhastatuen, bei denen gerade der bunte Anstrich ausgebessert wurde.
Immer am Fuß des Bergs entlang sind wir dann, vorbei an unzähligen Gebetsmühlen in allen möglichen Größen, wieder bis vor zur Treppe und von da aus wieder zurück ins Hotel...
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| Der Fluß ist eine reine Kloake |
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| Der Berg mit dem Tempelkomplex kommt in Sicht |
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| Ein Ende der Stufen ist absehbar |
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| Blick über die Stadt |
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| Die riesige zentrale Stupa |
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| Am Eingang davor |
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| Viele Gebetsmühlen und Schalen für Kerzen |
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| So entstehen die gelben Bögen |
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| Die mittlere Ebene: Fahnen gab es offenbar im Sonderangebot |
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| Auch eine wilde Affenbande braucht mal eine Pause |
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| Hier vor diesem Tempel wurde ich gesegnet |
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| Hinter diesen Gebetsmühlen lauerte die Frau mit der Farbe... |
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| Und so so dann das Endergebnis aus... |
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| Imposante Figuren, die kaum ein Tourist kennt |
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| Der Sockel der Buddhafiguren bekommen einen neuen Anstrich |
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