Von Kyanjin Gumba nach Lama Hotel
Während unserer Nepal-Disco hatte es leicht zu schneien begonnen, am nächsten Morgen lag ein wenig Neuschnee. Es fing schon an zu tauen, aber wir mussten schon früh los, weil wir eine sehr lange Etappe vor uns hatten: 20 km zurück bis nach Lama Hotel, das was wir im Aufstieg in 2,5 Tagen machten nun in einem Tag bergab. Ab etwas Langtang Village war der Schnee weg, und wir konnten in der Sonne marschieren und kamen gut voran, auch wenn es natürlich ziemlich anstrengend für die Beine war.
Auf Höhe des großen Geröllfelds unterhalb von Langtang Village kam uns ein alter Träger entgegen, der einen Eisenofen auf seinem Rücken trug. Kurz danach noch ein weiterer Träger mit mehreren ca 3m langen Holzbalken, beide natürlich nur mit Badeschlappen unterwegs!
Kurz vor Lama Hotel fing es wieder zu tröpfeln an, das scheint offenbar eine sehr feuchte Ecke zu sein!
Es war der letzte gemeinsame Abend aller Teilnehmer, 5 aus unserer Gruppe bleiben nur 2 Wochen und morgen nach dem Mittagessen trennen sich unsere Wege: während die einen zurück nach Syabru Besi laufen und dann mit dem Bus zurück nach Kathmandu fahren, biegen wir zum Gosaikunda- bzw Helambutrail ab.
Abends gab es nach dem Essen erst wieder Mustangkaffee, dann wurden die ersten Biere bestellt, und gegen Mitternacht waren 36 Flaschen leer! Der Wirt freute sich wie ein Schneekönig, eine Flasche kostet schließlich umgerechnet 5 Euro, und gegen Mitternacht gab es dann falsch gesungene deutsche (Schlager)musik vor dem Guesthouse...
Von Lama Hotel nach Thulo Syabru
Es ging weiter bergab! Stundenlang mit unzähligen Steinstufen bergab bis auf ca 1600 m, dann gab es ein letztes gemeinsames Mittagessen. Kurz danach gabelte sich der Weg: geradeaus weiter zum Ausgangspunkt der Tour, oder links einen Hang hinauf in Richtung Gosaikunda. Hier splittete sich unser Gruppe, neben den 5 fest eingeplanten „Kurzurlaubern“ brach auch T. die große Runde ab, weil ihm die Nachwirkungen einer OP vor einigen Wochen noch zu sehr zu schaffen machte. Nach vielen Umarmungen, Händeschütteln und einigen kullernden Tränen begann der letzte Teil unserer Tagesetappe, der es nochmals in sich hatte: das Tagesziel war eigentlich schon zu sehen, aber es waren noch 500 Höhenmeter bis dorthin. Wir stiegen ewig lange in Serpentinen nach oben, waren aber noch, mussten noch eine Schlucht überwinden (Hängebrücke) und dann noch durch das Dorf.
Beim letzten gemeinsamen Mittagessen: ein typisches Teehaus mit Buddhaschrein und Kleinkam zum kaufen, dahinter dann ein kleiner Küchenraum
Als wir schom ziemlich platt waren, mußten wir noch zu dieser Hängebrücke absteigen (und danach natürlich auch wieder zum Dorf hoch)
Klaus hatte nicht zu viel gegessen, die Brücke war auch so schon wenig vertrauenserweckend, neben den Löchern im Boden fehlte an einigen Stellen auch das seitliche Fangnetz
Im Guesthouse hatten wir endlich wieder Internet, wenn auch nur gegen Bezahlung und sehr langsam.
Die nächsten 8 Tage werden noch mal ziemlich hart, morgen schon 1100 Höhenmeter und die nächsten Tage weiter bergauf bis auf maximal 4600m, das ganze mit weniger Komfort als bisher. Daher gibt es wohl erst wieder ein Update im Blog wenn ich wieder in Kathmandu angekommen bin...
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