Donnerstag, 11. April 2019

Durch die engen Gassen der Altstadt

Für den heutigen letzten Tag hatte ich mir lange überlegt, was ich anstelle. Zum einen gibt es noch einige touristische Höhepunkte in oder in der Nähe von Kathmandu, wie die weltgrößte Stupa in Boudhanath, umgeben von einer großen tibetischen Gemeinde. Oder die Verbrennungsstätte der Hindus im Osten der Stadt. Ein wenig weiter weg die Königsstadt Bhaktapur. Viele Ziele, aber nur ein Tag Zeit! Ich machte es dann einfach und entschied, all diese Sehenswürdigkeiten schaue ich bei einem der nächsten Trips nach Nepal an :-)
Stattdessen bin ich mit Teilen der "Jürgen-Gruppe" in die Altstadt von Kathmandu und habe mich dort durch die engen Gassen bewegt, weit weg von jeglichen Touristenrummel. Vielfach sind die Gassen so schmal, dass ich meine Arme nicht seitlich ausstrecken könnte, dennoch kommen immer wieder Rollerfahrer oder Lastenträger entgegen.
Die Strassen sind, wie früher auch bei uns, nach Produkten sortiert. So kommt zum Beispiel in einer Gasse nur ein Regenschirmladen nach dem anderen, in anderen Gassen sind es Gewürze, Saris oder Töpferwaren. Dazwischen immer wieder kleine Schreine oder große Tempel, die auch von den Einheimischen rege genutzt werden: im Vorbeigehen eine tiefe Verbeugung, mit dem Finger rote oder gelbe Farbe aus dem Schrein wischen und diese dann auf die Stirn abstreifen, und schon wird weitergelaufen.
Neben den "klassischen" Läden gibt es auch jede Menge Textilgeschäfte mit "fast echten" Diesel-Jeans, The-North-Face-Sportbekleidung und vielen weiteren Fakeprodukten. Das Geschäft scheint aber gut zu laufen, so viele Läden wie es hier dazu gibt....

Zum Mittagessen sind wir alle noch zusammen in eine Kaffeerösterei direkt neben dem Garden of Dreams, dann zerfiel die Gruppe: einige wollten in den Garten, andere zum Shoppen von Souveniers usw.
Immer wieder stoßen wir durch Zufall auf Tempel in versteckten Plätzen

Auch das scheint eine Art von Göttin zu sein: ein Hindu hielt immer wieder kurz  seine Hand an die Flammen, es wirkte wie eine Art Reinigungsritual
Eine Boutique in der "Sari-Strasse"
Am Durbar Square (hist. Stadtzentrum): dieser Tempel hatte das Erdbeben überstanden, viele andere werden gerade wieder aufgebaut
Weitere Gebäude am Durbar Square. Wir sind übrigens nicht hineingegangen, der Eintritt hätte 1000 Rupien (= 8 Euro) gekostet...
Eine große Shiwa-Figur bewacht das Eingangstor zu seinem Tempel
Es gibt viele seltsame Schaufensterpuppen hier in Kathmandu
Und von hier (ein paar Gassen weiter) kommen sie wohl her
Eine interessante Art von Humor, ein Café mit Dachterrasse direkt an der Kreuzung zweier Hauptverkehrsadern "Aroma-Café" zu nennen

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